Referenz: Drohnenaufnahme sanierten Bauernhofs mit Backstein und Eichenfassade. 

Tradition bewahren - Zukunft gestalten

Wie lässt sich ein denkmalgeschütztes Gebäude aus dem 18. Jahrhundert in die energetische Gegenwart führen? Diese Frage stellte sich der Bauherr, als er 2020 einen außergewöhnlichen Bauernhof entdeckte - zunächst auf ein Baujahr um 1800 geschätzt, später als noch älter identifiziert. Der Kernbau stammt vermutlich aus dem Jahr 1750 und erzählt mit jedem Stein und jedem Balken von Handwerkskunst und historischer Bautradition.

Ziel der Sanierung war es, diese wertvolle Substanz zu bewahren und gleichzeitig modernen Wohn- und Arbeitskomfort zu schaffen. Für alle sichtbaren Bauteile - von neuen Balken bis zu weiteren Holzelementen - fiel die Entscheidung bewusst auf langlebige Eiche. Auch die originalen Fensterrahmen wurden aufwendig restauriert, um den authentischen Charakter zu erhalten. Selbst das beim Umbau entdeckte Fundament eines früheren Nebengebäudes wurde in die Gestaltung integriert und erinnert heute dezent an die Geschichte des Hofes.

Bauherrin und Architektin im Interview.

"Bei der energetischen Sanierung denkmalgeschützter Gebäude kann es zu einer Herausforderung werden, die Technik zu verbauen. Mit der Wärmepumpe von WATERKOTTE ist es uns gelungen, dies hervorragend zu meistern."

Olga Gottschalk, Architektin und Bauherrin

Frontalansicht der Fachwerkfassade mit originalen Fenstern.

Herausforderung energetische Sanierung im Denkmal

Eine Wärmepumpe in einem Denkmal einzusetzen, erfordert Fingerspitzengefühl und technische Expertise. Die äußere Erscheinung darf nicht verändert werden, gleichzeitig müssen hohe Effizienzstandards erreicht werden.

Die Lösung: eine Geothermie-Wärmepumpe von WATERKOTTE, die ihre Energie aus sechs jeweils 120 Meter tiefen Erdsonden bezieht. Diese wurden auf der Scheunenseite eingebracht, sodass das historische Erscheinungsbild vollständig erhalten blieb. In Verbindung mit einer Photovoltaikanlage konnte ein energetisch nahezu autarkes Gesamtsystem geschaffen werden. Im Inneren sorgen platzsparend integrierte WATERKOTTE Wohnungsstationen für Heizwärme und hygienische Warmwasserbereitung. Die Installation im Wandinneren ist nicht nur ästhetisch unauffällig, sondern steigert auch die Effizienz.

Drohnenaufnahme des Bauernhofs mit Blick auf Dach und Dachterasse.

Moderne Kühlung - unsichtbar integriert

Besonders beeindruckend ist die dezente Integration der Kühlfunktion. Hinter der Deckenkonstruktion liegen unauffällige Kühlschleifen, die moderne Wohnqualität bieten, ohne die historische Optik zu beeinträchtigen. Fassade und Dach bleiben vollständig unverändert - ein entscheidender Punkt für die Denkmalbehörde.

Der Komfort für die Bewohner ist dagegen deutlich spürbar: angenehm temperierte Räume im Sommer und effiziente Wärme im Winter. Der sommerliche Kühlbetrieb hat einen weiteren Vorteil: Er regeneriert die Erdsonden, was die Effizienz der Anlage in der Heizsaison erneut steigert.

Detailaufnahme der WATERKOTTE Wärmepumpe mit Regler im Heizungsraum.

Technik, die im Hintergrund wirkt

Auch aus Sicht der Fachplaner erfüllt das Projekt höchste Anforderungen. Dank des 4-Leiter-Prinzips ermöglichen die Speicher und Wohnungsstationen eine hygienische Warmwasserbereitung bei gleichzeitiger Kühlung.

Die 54-kW-Wohnungsstationen, elegant in Unterputzschränken integriert, liefern komfortable Schüttleistungen für einen gehobenen Standard. Die 40-kW-Wärmepumpe mit Tandemkompressoren moduliert flexibel zwischen 50 und 100 Prozent Leistung und arbeitet dabei besonders energieeffizient. Das gesamte System funktioniert zuverlässig im Hintergrund und genau das macht dieses Projekt so besonders: Moderne Technik verbindet sich unsichtbar mit historischer Architektur. Der Charme des Gebäudes bleibt erhalten, während der Komfort einem Neubau in nichts nachsteht.

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